Erfahrung · 13. August 2026
50,4 °C. Und trotzdem barfuß.
Konsequenz bedeutet für mich nicht, eine konkrete Gefahr zu ignorieren. Sie bedeutet, zuerst nach einer Lösung innerhalb meiner Entscheidung zu suchen.

Heute zeigt das Infrarot-Thermometer ziemlich deutlich, was Sommer für mich inzwischen auch bedeutet: Der Boden hat über 50 °C.
Nach fast zwölf Jahren, in denen ich ohnehin fast ausschließlich barfuß unterwegs bin, gehört auch das zur Erfahrung: Untergrund lesen, Temperatur einschätzen und die eigenen Füße ernst nehmen.
Meine Entscheidung, dauerhaft ohne Schuhe und Socken zu leben, bedeutet nämlich nicht, Gefahren zu ignorieren. Sie bedeutet, Situationen innerhalb dieser Entscheidung zu lösen.
Ich suche deshalb Schatten und kühlere Flächen, reduziere die Exposition und gehe dort nicht weiter, wo der Untergrund für meine Füße tatsächlich nicht mehr sicher ist.
Hitze ist kein Grund, meine Entscheidung grundsätzlich infrage zu stellen. Eine konkrete Gefahr ist aber immer ein Grund, vernünftig zu handeln.
Was „keine Ausnahme“ hier praktisch bedeutet
Die erste Reaktion auf einen heißen Untergrund ist für mich nicht: „Dann brauche ich eben Schuhe.“ Die Frage lautet: „Wie löse ich diese Situation im Rahmen meiner Entscheidung?“
Das kann bedeuten, Schatten zu nutzen, einen anderen Untergrund oder Weg zu wählen, die Belastung zu reduzieren, zu warten oder den Weg an dieser Stelle abzubrechen.
Die gemessenen 50,4 °C sind kein allgemeiner Grenzwert für sicheres Barfußgehen. Entscheidend bleibt die konkrete Situation und ob eine Verletzungsgefahr besteht.
Aber eben auch: kein unnötiger Leichtsinn.